Was wir draußen wiederentdecken können

Shownotes

Was verändert sich, wenn wir draußen nicht nur unterwegs sind, sondern wirklich wahrnehmen, was uns umgibt?

Meine Gesprächspartnerin Tatjana ist Natur- und Wildnispädagogin, Erzieherin und Potenzialentfaltungscoachin. Sie begleitet Kinder und Erwachsene dabei, die Natur mit neuen Augen zu entdecken.

Wir sprechen darüber, wie der Fuchsgang und der Eulenblick unsere Wahrnehmung verändern können, warum Tatjana lieber Neugier weckt, als fertige Antworten zu geben, und welche Bedeutung die Natur in ihrem eigenen Leben hat.

Außerdem erzählt sie von ihrem Schritt in die Selbstständigkeit und einem ungewöhnlichen pädagogischen Reiseprojekt.

Besonders berührt hat mich ihre Beschreibung, wie einfach und wesentlich das Leben draußen sein kann: füreinander sorgen, ein Feuer unterhalten, einen trockenen Schlafplatz finden und gemeinsam etwas Warmes essen.

Vielleicht macht dich dieses Gespräch neugierig, bei deinem nächsten Aufenthalt draußen einmal etwas anders hinzuschauen.

Hier findest du Tatjana und Ihre Angebote

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Mehr über mich und beWEGt

Website: https://maikelenz.de/

Instagram: https://www.instagram.com/maike_lenzscheele/

beWEGt – Der Podcast für Körper, Nervensystem und die Freude am Unterwegssein.

Schön, dass wir ein Stück des WEGes gemeinsam gehen!

Transkript anzeigen

00:00:00: Ich war ja lange alleinerziehend mit meinen vier Kindern und hatten sehr vollen, einen sehr bewegten Tag.

00:00:07: Mit Arbeit, Haushalt, Schule, Erziehung... Und oft wenn es dann abends um zehn fertig war, bin ich oft noch mal bei uns auf den Burgberg gegangen und hab einfach da gesessen.

00:00:19: Hab dem Mond angeschaut die Sterne oder auch im Regen manchmal dargesessen und das war einfach so ein Moment des zu mir kommens.

00:00:27: Hallo und herzlich willkommen bei bewegt dem Podcast für Körper, Nervensystem und die Freude am Unterweg sein.

00:00:35: Ich bin Michael Endschähle und mich interessiert wie wir beweglicher sein können im Inneren und im Äußeren.

00:00:44: Meine heutige Gesprächspartnerin Tatjana Burkhardt begleitet Kinder und Erwachsene dabei die Natur mit neuen Augen zu entdecken.

00:00:54: Wir sprechen darüber wieder Fuchsgang und der Eulenblick unsere Wahrnehmung verändern können.

00:01:00: Warum Tatjana lieber Neugier weckt?

00:01:03: Als fertige Antworten zu geben.

00:01:06: Und welche Bedeutung die Natur in ihrem eigenen Leben hat, außerdem erzählt sie von ihrem Schritt in die Selbstständigkeit und einem ungewöhnlichen pädagogischen Reiseprojekt.

00:01:19: Vielleicht macht dich dieses Gespräch neugierig bei deinem nächsten Aufenthalt draußen einmal etwas anders hinzuschauen!

00:01:27: Und bevor es jetzt gleich losgeht, kannst du noch einmal innehalten und lauschen.

00:01:56: Wir haben uns vor gut einem Jahr kennengelernt, bei einem Begegnungswochenende wo du mit einer Gruppe von Menschen raus gegangen bist in die Natur und ich war eine davon.

00:02:06: Und ich habe das in sehr, sehr schöner Erinnerung!

00:02:11: Deshalb freue ich mich dass wir unter anderem über solche Events sprechen können.

00:02:16: Du bist ja vielfach qualifiziert um mit Menschen rauszugehen in die natur?

00:02:21: Du bist Erzieherin und vor allen Dingen aber auch Natur- und Wildnispädagogin.

00:02:27: Und hast eine Ausbildung zur Potenzialentfaltungscoach N gemacht!

00:02:32: Was

00:02:33: hast denn so das, was du am häufigsten tust wenn Menschen sagen ich möchte bei dir gerne oder mit dir gemeinsam gern in die Natur gehen?

00:02:43: Ähm...was glaube ich so?

00:02:45: für mich das Wichtigste ist, wenn sie gemeinsam mit mir in die natur gehen dass ich sie erstmal so in die Wahrnehmung hineinbringe dass sie überhaupt eher Umgebung wahrnehmen und sich selbst auch in dieser Umgebungen wahrnehmen.

00:02:59: Und ja, das ist einfach durch ganz einfache Übungen die auch aus der Wildnispädagogik kommen so der Fuchskamm nennt man das und der Eulenblick, dass man einfach ganz bewusst durch die Natur läuft vielleicht auch barfuß im Schleichkern und dem Blick einfach weitet da wir im Alltag doch sehr viel in diesem Fokus unterwegs sind dass wir einfach unseren Blick weitern und einfach auch Dinge sehen, die wir vielleicht manchmal nur aus dem Blickwinkel sehen.

00:03:26: Und da wir aber am Alltag sehr viel im Fokus unterwegs sind, entgeht uns doch so manches – und man sagt auch hier in der westlichen Welt haben das eine sehr schwache Wahrnehmung!

00:03:37: Da man überlegt, dass Tiere hundert Prozent Dinge wahrnehmen, haben wir nun noch zwanzig Prozent, Indigene wohl so sechzig Prozent.

00:03:45: Das finde ich schon sehr wenig und das merkt man einfach auch.

00:03:48: Aber es ist einfach für mich ein ganz wichtiger Faktor, sich sicher in der Natur zu bewegen.

00:03:53: Dass man erst mal wieder für sich in seinen Körper und seine Wahrnehmung reinkommt.

00:03:58: Ja nun also zur Klärung.

00:04:01: Fokus.

00:04:01: damit meinst du dieses Überfokussiert sein?

00:04:04: Und mehr im Tunnelblick unterwegs oder weil grundsätzlich?

00:04:08: Fokus ist für mich persönlich ein neutrales Wort.

00:04:12: genau das ist so.

00:04:13: dieses fixiert auf dem Bildschirm sein fixiert oft.

00:04:16: das wesentliche sind schon, dass wir viel einfach auf einzelne Dinge fixiert sind und sehr zielgerichtet einfach auch durch die Welt gehen.

00:04:26: Und das finde ich einfach so.

00:04:27: eine Qualität in der Natur, dass man dieses Zielgerichtete einfach mal zur Seite packen kann und sich auch ein bisschen führen lassen kann und wie da seine Intuition seiner Wahrnehmung einfach folgen kann.

00:04:40: Genau!

00:04:41: Führen lassen kann von ... Von der Natur?

00:04:44: Wie meinst du das?

00:04:46: Ja, das ist so... Also Das lief ich auf sich von der Natur führen lassen.

00:04:50: Also wenn ich mit Menschen, manchmal gehe ich ein Mädchen auch in den Wald, die auch eine Fragestellung haben dann laufen wir einfach los und gucken einfach was spricht denjenigen jetzt an?

00:05:03: Ist irgendein Baum, irgendeine Blume, irgendwelche Gegenstände... Was zieht denjenigen an?

00:05:09: Was will ihm vielleicht gesaart werden?

00:05:12: Wenn ich auch mit einer Fragestellung nach draußen gebe, manchmal habe ich eine Frageställung.

00:05:16: Dann gehe ich die Natur und ich finde es sehr oft Antworten da drin.

00:05:20: Also wenn's dann manchmal um vielleicht so ein Loslastprozess geht und ich will das unbedingt sehen, dann stelle ich mich hin und dann fallen vielleicht ganz viele Blätter grad vom Bau und ich denke, ah ja okay, auf'n sich gleicher gehts nicht!

00:05:31: Also ich find', die Natur kann uns schon sehr viel antworten und auch Richtungen vorgeben Und wir können entscheiden wollen wird es annehmen oder ist doch lieber was anderes machen.

00:05:42: Aber es ist auf jeden Fall immer ein schöner

00:05:44: Impulsgeber.".

00:05:46: Ja, absolut!

00:05:47: Es klingt gut.

00:05:48: Ich habe da selber auch schon erlebt bei so einer Bischenquest-Suche – das war jetzt nur vier Stunden.

00:05:54: aber da hab ich auch erlebt und ich damit in der Frage reingehe dass ich ganz viele Antworten bekommen habe und eine große Ruhe so in mir.

00:06:03: Ich fand das sehr bereichernd.

00:06:06: Ich möchte nochmal zurückkommen auf etwas, was du eben gesagt hast.

00:06:09: Und zwar hast Du von Fuchs und Eule gesprochen!

00:06:12: Ich habe das tatsächlich ja bei Dir schon mitgemacht aber für unsere Zuhörerinnen ist das jetzt noch was Neues.

00:06:18: Magst Du das ein bisschen genauer erklären?

00:06:21: Also der Fuchs-Garn nennt man weil der Fuchsschleicht sich an seine Beute an und hat einen bestimmten Gang in dem er auch ausharren kann.

00:06:30: also es geht wirklich darum wir als Menschen sind eher so fersenläufe und wir sind schon weit hörbar wenn die einfach so durch den Wald stapfen.

00:06:39: Und im Fuchsgang legt man quasi jetzt mal den Fuß nicht mit der Ferse ab, sondern mit der linken Seite und tritt langsam auf und schaut am besten auch nicht auf dem Boden, sondern lässt sich wirklich von seinen Füßen führen.

00:06:57: So kann man auch merken da man auch fast tritt was vielleicht knacken könnte, so kann man innehalten oder So unbemerkt ist das ein Tier, des Weges Kreuz.

00:07:08: Was durchaus passieren kann, wenn man in diesem Gang unterwegs ist?

00:07:12: Dann kann man einfach auch ... In der Position wo man gerade ist wie erstarren und kann das Tier beobachten weil viele Tiere grad so reagieren sehr viel auf Bewegung die können gar nicht so gut sehen Und wenn ich im Stillstand bin dann kann es sein dass sie mich gerne sehen und sehr nah bei mir verweilen können.

00:07:32: Genau das so'n bisschen zu diesem Fuchsgang Und ich finde, er bringt einen einfach auch so in dieses Moment sein.

00:07:39: Ich finde es gibt nichts Besseres wenn man das wirklich mal so eine halbe Stunde macht und den Wald rein geht dass man wirklich bei sich einfach ankommt weil man auch wirklich so achtsam durch den Wald geht.

00:07:54: Ich habe den Fuchsgang auch sehr entschleunigend wahrgenommen Weil man ja wirklich auf einer Art nicht vorsichtig aber eben achtsamt geht Und dann kommt man in so eine eigene Bewegungsfluss hinein, der aber deutlich langsamer ist wie das was du eben Stapfen nanntest und das finde ich sehr, sehr angenehm.

00:08:19: Ich empfinde es immer so wie wenn ich in diese Welt Natur absolut eintauche.

00:08:26: also ich nehme die Natur dann wirklich als ein Teil von mir auch wahr und ich verbinde mich wieder mit ihr weil im Grunde sind wir ein Teil dieser Natur Und ich habe das Gefühl, da können wir einfach wieder einen Schritt näher zu hier hingehen und was auch wirklich wieder Näher zu uns selbst führt.

00:08:45: Also wenn man in den Wald reingeht und die Vögel fangen dann ganz laut an zu schimpfen, ah der Mensch kommt!

00:08:52: Dann verbreitet sich das schon ganz weit im Wald und man kennt hier – wie wissen alle schon Bescheid?

00:08:57: Ah die Maike ist im Wald, wir gehen besser mal weg.

00:09:00: Dein Name wissen sie vielleicht nicht aber….

00:09:02: Aber man kann wirklich mit diesem Gang es schaffen lautlos und unsichtbar durch den Wald zu gehen.

00:09:08: Und nicht als Mensch erkannt zu werden, das finde ich eine sehr tolle Herausforderung.

00:09:17: Man nimmt einfach mal die Geschwindigkeit raus, die wir an dem Tag legen wie du gesagt hast es entschleunigt ungemein.

00:09:24: Ich liebe es unsere Zustände auch einzukommen wo ich jegliches Zeitgefühl verliere.

00:09:31: Das ist für mich eine Qualität hat man sehr selten oder gönnt sich sehr selte und die kann man einfach innerhalb kürzester Zeit damit erschaffen.

00:09:42: Ja, bevor wir jetzt zur Eule kommen mag ich da noch was einfügen das ist so ein bisschen unfertig aber ich erinnere mich an einen Vortrag den ich letztes Jahr in Dublin auf dem Alexander-Technik-Kongress gehört habe und dort hat ein Dozent erzählt davon dass die Natur ja nicht da draußen nur ist.

00:10:04: Natürlich ist sie im Wald und da können wir uns gut verbinden.

00:10:07: Die ist ja überall die Natur, ich bin Natur!

00:10:12: Ich finde, die Königsklasse ist jetzt wenn man von so einem Ausflug in den Wald zurück kommt und das mitnimmt – in den Alltag.

00:10:23: Er lebt dass er überall Natur ist und ich als Mensch das Bindeglied bin dass sie eben nicht so getrennt sind, da draußen ist die Natur und hier drinnen ist Computer.

00:10:36: Und schnell schnell schnell.

00:10:40: Wobei es halt wirklich schwieriger ist, wenn du umringt bist von lauter Wänden, ist es schwieriger in Gerührung zu kommen weil ich glaube, du brauchst schon auch den Kontakt und das habe ich ja letztes Mal auch gesagt, dass wir eigentlich den ganzen Tag irgendwie wie Lava spielen.

00:10:54: Das Spiel was man als Kind gespielt hat, man darf dem Boden nicht berühren.

00:10:57: Wenn man mal überlegt Wie viele Male man wirklich richtigen, richtige Erde mit seinen Füßen berührt am Tag ist es manchmal schon erschreckend wie wenige Momente das ist und halt wirklich auch so bestimmte Situation bewusst wahrzunehmen.

00:11:13: Wie jetzt in Herbst?

00:11:14: Wie die Blätter sich färben wir haben wunderschöne Sonnenaufgänge gerade und wunderschöne sonnenuntergänge und sich wirklich dafür auch Zeit zu nehmen um das einfach zu genießen weil das ist die eigene Schönheit.

00:11:26: Also es hat wirklich so viel mit uns selbst auch zu tun, wenn wir dem Außen was ein Teil von uns ist.

00:11:33: Auch diese Aufmerksamkeit schenken – weil das ist eine Aufmerksamkeit die wir uns selbst schenkt und das finde ich sehr wertvoll!

00:11:43: Ich merke selbst in diesem Alltag Wie man einfach den Blick auch dafür verliert und ich wohne ja einen wunderschönen Ort.

00:11:52: Und manchmal vergesse ich auch, was für ein wundeschönes Ort das ist weil ich dann da arbeite und wirke und sonst wie.

00:11:57: Es ist immer schön wenn andere Menschen kommen und mich daran erinnern.

00:12:00: Oh, du wohnst in einem schönen Ort und sagst, ahja, ja.

00:12:04: Kannst du mir jetzt noch sagen wo Du wohnest?

00:12:07: Eisberg in Stauf direkt neben der Burg in einem Wohnprojekt

00:12:13: Und es ist wirklich wunderschön da.

00:12:15: Ja, mitten in der Pfalz ganz wie Wald das Dich umgibt und auch die Burg ist oben und man hat einen tollen Weitblick.

00:12:23: Es ist wirklich sehr schön hier.

00:12:25: Wir sind direkt an der Grenze.

00:12:27: Links ist die Weinstraße und rechts fängt der Felserwald an.

00:12:30: also wir sind wirklich so Grenzgebiet in der Prals zu beiden schönen Gegenden hin wie Bein Gegend und der schöne Pfälzerwald.

00:12:39: Sehr gut!

00:12:39: Also jetzt zur Eule.

00:12:41: was hat's damit aus?

00:12:43: Genau, der Eulenblick ist von der Eule.

00:12:46: Die Eule kann ihre Augen selbst nicht bewegen also die Augen sind sehr star und sie bewegt ihren Kopf, kann den Kopf aber auch einmal komplett runter rumbewegen und dadurch kann sie am Baum sitzen und kann Ausschau halten nach dem Mäuschen, das ihr jetzt gleich jagen will.

00:13:07: Und wir tendieren ja eher dazu dass wir unsere Augen hin und her bewegen.

00:13:11: und es aber spannend Ich zeige den Augenblick immer, dass ich sage okay, es fixiert auch eure Augen mal geradeaus.

00:13:19: Nehmt die zwei Daumen mit ausgestreckten Armen vor euch und geht mit dem rechten Daumen nach rechts, dem linken Daumen links und guckt mal in der Blick immer gleich gleich wie lange ihr die Mäuse noch seht.

00:13:32: Und das

00:13:33: Glauben sind die Mäuschen?

00:13:35: Genau!

00:13:37: Und dadurch weitet man einfach seinen Blick und merkt erstmal wofür man wirklich wahrnimmt.

00:13:42: Und ich finde es sehr erstaunlich, wenn man in diesem Fuchsgang dann durch den Wald geht und dieser Blick so geweitet ist.

00:13:50: Dann nimmt man wirklich Sachen wahr die man vorher gar nicht so gesehen hat.

00:13:53: Dann kann man auch mal innehalten, den Kopf nach rechts drehen, schauen ... weiß was hab' ich da wahrgenommen?

00:14:01: Da hatte ich letztes Mal schöne, der ist ein Busser durch den Wild geflogen!

00:14:04: Das habe ich noch nie gesehen dass der wirklich so durch die Bäume flieht... und das war's so schön.

00:14:09: und das habe ich dann so wahrgenommen, dann habe ich so guck mich so, oh mein Busserschein.

00:14:13: Da gibt es auch ein schönes Spiel, das ich so gerne mit Kindergruppen mache.

00:14:19: Ich habe auch mit Erwachsenen schon gespielt.

00:14:21: Da versteckt man sich am Wegrand und dann läuft man mit diesem Fuchsgang und Eulenblick den Weg entlang.

00:14:27: Und diejenigen, die sich verstecken, verstecken sich möglichst nahe am Weg und müssen mit einem Auge, die vorbeilaufen noch sehen.

00:14:36: Das heißt sie sind immer irgendwie noch sichtbar Und dann läuft man auch da lang und manchmal spürt man das einfach.

00:14:42: Man kommt auch wieder so in Spüren, dass man weiß, der ist einfach jemand.

00:14:46: Dann wendest du den Blick um?

00:14:48: Stimmt!

00:14:49: Da war was.

00:14:49: Ich weiß, es ist dieses innere Sehen, was wieder mehr aktiviert wird.

00:14:55: Und diese Wahrnehmung, dass du doch Sachen außerhalb deines Blickwinkels wahrnimmst.

00:15:02: Das finde ich sehr schön, da wieder ein bisschen mehr reinzukommen.

00:15:06: Dass ja auch das, was die Tiere haben ... Ich war letzt mit Eseln unterwegs.

00:15:11: Und die sind auf einmal stehen geblieben, mich zu wachen bleiben, sie stehen und dann hat die Ute gesagt ja da oben sind Wildschweine.

00:15:17: Die Wildschwine!

00:15:19: Und dann hat es gesagt ihr nehm ich je einfach wahr.

00:15:22: Und ihr mag auch nicht weit weg aber wir haben sie einfach nicht wahrgenommen.

00:15:26: Das ist glaube ich einfach diese Wahrnehmung wieder mehr zu weiten.

00:15:31: Das hat unser Hund früher auch immer gehabt der hat ... Wir hatten an einem Platz gewohnt mitten in Darmstadt Und in der zweiten Etage und wenn auf der gegenüberliegenden Seite hinten, was man gerade noch sehen konnte ein Mund kam.

00:15:46: Man hat ja das gespürt und er hat angefangen zu bellen.

00:15:52: Das ist wirklich immer wieder erstaunlich gewesen.

00:15:56: Und manchmal war ziemlich lustig hatte aber auch Menschen die mit einem Koffer entlang kamen angebellt Und wir haben dann immer vermutet, er hat jetzt den Koffer, diesen Rollkoffer-Trolley verwechselt mit einem Hund.

00:16:11: Ob das gut war?

00:16:12: Keine Ahnung!

00:16:14: Mittlerweile nimmt der so gut wie gar

00:16:16: nichts mehr wahr

00:16:17: weil er ja dement ist und sich vorhin im Kreis dreht aber das war ein sehr, sehr aufmerksamer Hund und ein Wesen was sehr wach

00:16:28: war.

00:16:30: Es ist schön.

00:16:30: ich merke, wie ich jetzt lächel wenn mich daran erinnere

00:16:34: Ja, schön.

00:16:36: Aber der ist auch schon ziemlich alt, euer Hund?

00:16:39: Der ist sechzehn-einhalb und das ... Irgendwie ist es auch schön, ihn jetzt in dieser letzten Phase zu begleiten wie bei Menschen auch.

00:16:49: Das hat auch was Schönes.

00:16:53: Du hast eben schon angedeutet dass du das mit Kindern machst aber auch mit Erwachsenen.

00:16:59: als Erzieherin warst du da viel im Waldkindergärten.

00:17:01: oder

00:17:02: wie war da so dein Berufsweg?

00:17:05: Ich wollte immer Sozialarbeit studieren, hab das auch angefangen.

00:17:09: Dann wurde ich schwanger mit meiner Tochter und dann habe ich gedacht, ach so hart kauere ich es doch nicht mehr!

00:17:15: Und dann fand ich das so toll meine Tochter mit natürlichen Dingen zu heilen... ...und da habe ich damals eine Heilpflanzenausbildung gemacht in der Zeit wo ich mit ihr Zuhause war.

00:17:24: Und er hat gesagt, oh das ist ja super, das ist genau mein Ding.

00:17:28: Das möchte ich gerne weitergeben.

00:17:30: Und dann habe die Naturpädagogik Ausbildung gemacht um wirklich mit den Kindern auch da zu arbeiten.

00:17:38: Das habe ich damals gemacht in der Elternzeit, mit meiner zweiten Tochter und dann bin ich danach in meinen ersten Waldkindergärten und dann habe ich für sehr viel umgezogen, waren in Berlin, in Freiburg, ach überall, dann später der Peiß.

00:17:55: also war ich im verschiedensten Natur- und Waldkindergärten konnte also viel Erfahrung in dem Bereich auch sammeln.

00:18:02: Und dann wollte ich aber noch tiefer einsteigen, und da habe ich die Fitnesspädabolikausbildung gemacht, die mich dann einfach nochmal mit dieser Verbindung zur Natur noch mal mehr gestärkt hat und wirklich das noch einmal erfüllt hat was sich so suche weil ich einfach merke Kinder haben das noch mit einer Selbstverständlichkeit dass sie wirklich sich in den Räumen so ganz natürlich bewegen.

00:18:24: Also gerade diese Kindergattenkinder noch.

00:18:29: Und ich wollte da einfach auch wieder hin, weil ich mich auch zurück erinnert hab wie das bei mir als Kind war.

00:18:35: Darüber mag ich gleich gerne noch mehr erfahren.

00:18:38: aber für mein Strukturierdenken bisher habe ich eine Lehrstelle.

00:18:42: Hast du ganz am Anfang die Erzieher Ausbildung gemacht bevor du Sozialpädagogik studiert hast?

00:18:47: oder wann war das?

00:18:49: Genau!

00:18:49: Ich habe die Erziausbildung gemacht und habe dann Fachabitur gemacht und dann angefangen zu studieren.

00:18:54: also ich habe es auf diesem zweiten Bildungsweg gemacht.

00:18:58: macht das jetzt Sinn und ich muss nicht im Kopf immer suchen.

00:19:01: Okay, ja du sagst als Kind warst du auch schon gerne in der Natur oder?

00:19:08: Ja also ich bin ja noch in der Generation wo eigentlich die Eltern gesagt haben.

00:19:13: du kannst rausgehen und wenn es bevorst dunkel wird kommst du wieder nach Hause.

00:19:16: Also unsere Eltern hatten wirklich Zeit für uns.

00:19:19: Wir waren einfach sehr viel auf uns alleine gestellt.

00:19:23: wir hatten das um einen Schularm was gegessen dann sind wir rausgegangen hatten wirklich sehr viel Freiheit draußen und haben uns so Lager gebaut.

00:19:31: Und haben so ein bisschen bekämpft mit anderen, die den Gegenlager gebaut haben.

00:19:36: Und konnten uns einfach in allen wirklichen Bereichen viel ausprobieren.

00:19:40: Ich habe auch sehr viel Kraft geschöpft aus der Natur schon, wenn ich mich so dran erinner als Kind.

00:19:45: Dass es wirklich auch so ein Ort des Rückzugs war, wo ich mich einfach sicher gefühlt hab und ja, wo sich auf einen Halt hatte.

00:19:53: Also ich war wirklich schon immer sehr tief verbunden einfach mit der Natur Und das haben wir dann, hatte ich so ein bisschen vergessen auch.

00:20:01: Also ich habe gemerkt, dass... Ich hab dann viele in Städten auch gelebt und da waren einfach andere Dinge wichtig, dass sich das irgendwie vergessen hatte.

00:20:11: Das kam auf einmal wieder wie eine Rückerinnerung.

00:20:16: Hast du denn als Kind auf dem Dorf gelebt?

00:20:20: Ja!

00:20:20: Wir hatten Weinberge gehabt.

00:20:22: Mein Vater hat einen Winzer-Ruf gehabt.

00:20:24: also wir haben viel gearbeitet in den Weinbergen Als Kinderschan, von daher waren wir da auch schon sehr viel mit der Natur immer in Gerührung.

00:20:32: Wir hatten immer auch Tiere und Ziegen und Schafe.

00:20:37: Mein Vater hat dann auch mal ein Reh-Kitz mitgebracht und Küken von den Fassaden.

00:20:43: Und wir haben alles mögliche hochgepeppelt also genau.

00:20:46: Von daher war ich da auch immer sehr ursprünglich und verbunden mit dem was mich umhebt.

00:20:52: Ja, sehr schön das zu hören.

00:20:54: Also bei mir war es tatsächlich ein bisschen ähnlich.

00:20:56: ich bin auch in dem Dorf aufgewachsen und eben mittags aus der Schule dann was essen und raus ganz viel im Wald gewesen Hütten gebaut Und das war einfach großartig.

00:21:09: Ich bin sehr dankbar dass sich das auch so erleben durfte.

00:21:12: ja meine Kinder haben das letzte gesagt dass das so witzig ist dass das so selbstverständlich ist, was wir so erlegt haben.

00:21:19: Und wie viel da einfach zwischendrin auch kassiert es in dieser Zeit?

00:21:23: Hast

00:21:23: du deine Kinder auch sehr geprägt?

00:21:25: Du hast jetzt zwei Töchter erwähnt, aber ich meine auch von Jungs, was gehört gesehen zu haben ... Hast du deiner Kinder geprägt mit deiner Naturliebe, mit deinem... Ich bin gerne draußen und verbunden mit all dem, was da lebt!

00:21:42: Ja?!

00:21:42: Also das war mir schon immer ein ganz wichtiger Faktor, weil ich das selbst also positiv erliebt habe.

00:21:49: Und wie gesagt als Mathilda Klein war, hab' ich ja diese Heilpflanzen-Ausbildung gemacht und war Johanna die Naturpädagogik.

00:21:57: Ich habe immer Orte gesucht auch wenn wir in der Stadt gewohnt haben wo wir so kleine Oasen hatten.

00:22:02: Wir waren einfach immer viel draußen.

00:22:04: Hat mich auch für Waldkindergärten entschieden dass die Waldkindagärten besuchen.

00:22:11: Ich wollte einfach, dass sie diese Verbindung haben und diese Freiheit.

00:22:16: Ich glaube es ging auch viel um die Freiheit.

00:22:19: Und ich hatte einen sehr hohen Anspruch als Erzieherin an Kindergärten.

00:22:25: Ein guter Koch wird nicht in einem schlechten Restaurant essen!

00:22:29: Das war mir mit der Ausfall der Kindergärtner.

00:22:32: Ich bin oft auch sehr weit gefahren, meine Kinder zum Kindergarten zu bringen weil mir das wirklich sehr wichtig war.

00:22:39: Und wie gesagt, wir hatten dann auch immer, dass wir einen Garten mit dabei hatten oder das wir in der Nähe irgendwie ein Stückchen hatten, wo wir rausgehen konnten.

00:22:48: Das war mir schon immer, habe ich immer sehr darauf geachtet bei der Wahl unserer Wohnung.

00:22:54: Ich hab zwei Mädchen und zwei Jungs.

00:22:56: Die Jungs sind Zwillinge als die geboren wurden.

00:22:58: Ich dachte jetzt ist der Zeitpunkt aus der Stadt rauszugehen.

00:23:04: Dann sind wir nach Brandenburg gezogen wirklich so ein ganz kleines Dörfchen Anderthalb Jahre in Bauwagen gelebt, bei Freunden auf dem Hof und haben wirklich sehr ursprünglich gelebt.

00:23:14: Und die Jungs sind wirklich so ... Da waren sie ein Jahr alt.

00:23:18: Barfuß.

00:23:20: Haben sie durch die Wildnis gezogen oder gab es auch keine Autos?

00:23:24: Also die waren wirklich ... Ja, die sind überall da rumgetingelt.

00:23:28: Manche Freunde von mir haben sich auch immer Weddichlinge genannt weil die einfach so sehr unerschrochen waren!

00:23:34: Und dann hatten wir ein Häuse bekommen mitten im Wald.

00:23:36: Das waren nur drei Häuschen am Natursee, das konnten wir dann kaufen mit einem Stück Wald.

00:23:40: und es war so mein Traum und da habe ich mich auch das erste Mal selbstständig gemacht und hatte so eine Naturgeburtstagung Fortbildung zu erzielen und so gemacht.

00:23:50: Ich habe schon immer geguckt dass wir wirklich tolle Orte haben.

00:23:54: Als wir von Brandenburg weg sind, war das wieder ein großer Augenmeer und da kam ich ja dann über kurz oder lang nach Staub eigentlich recht schnell in das Wohnprojekt und wir sind ja auch im Geben von wunderschöner Natur, weil glaube ich auch die Kinder das immer gewöhnt waren dass wir immer umgeben sind von Natur.

00:24:12: Auch wenn wir noch so irgendwo gewohnt haben.

00:24:15: Ich weiß nicht ob wir haben unser erstes Haus als wir in die Pfeils kamen oder da hat nur ein ganz kleines Gadget und die Jungs sehen es.

00:24:21: Da waren sie drei Jahre alt und dann haben sie gesagt Das soll ein Garten sein!

00:24:28: Das ist ein Garten, weil die das gar nicht gewöhnt waren.

00:24:30: Weil sie halt immer komplett im Wald und überall unterwegs waren.

00:24:35: Genau!

00:24:35: Also es war schon immer ein sehr wichtiger Faktor für mich, dass die sehr naturner aufwachsen.

00:24:44: Tatjana du hast ja dieses Jahr auch einen großen Schrift gemacht.

00:24:48: Du hast in dem Waldkindergarten gekündigt wo du gearbeitet hattest Und hast dich selbstständig gemacht In dem Bereich Natur und Wildnispädagogik.

00:24:59: Und erzähl doch mal, was du da so anbietest?

00:25:03: Genau jetzt seit ersten Juli bin ich offiziell selbstständig.

00:25:09: Ich bin gerade ein bisschen auf der Suche nach meinem Pfad auch, wo es hingehen kann.

00:25:12: Du suchst grad viele Wildnisschulen verschiedene.

00:25:16: Schau einfach auf wie die arbeiten.

00:25:18: Bild mich auch noch fort!

00:25:20: Ich habe jetzt schon ein Projekt gemacht, das eine Fortbildung für Erzieherinnen gegeben hat.

00:25:24: Natur als Lehrmeister.

00:25:26: Das war sehr gut besucht.

00:25:28: Die Resonanz war auch sehr gut, dass das ganz gut ankam und daraus ist der Wunsch erwachsen von den Teilnehmern, dass ich für nächstes Jahr ne vierteilige Fortbildung mache zu den Jahreszeiten, die ich jetzt gerade konzeptionell erstellt hab.

00:25:44: Stabs Follingserbachen Sommerhitze, Herbst-Sauber und Winterstarre genannt.

00:25:49: Wo ich dann nochmal einzelne Elemente speziell für Erzieher und für Lehrer in Schulen oder für Horterzieherinnen, wo sie einfach nur ein bisschen Handwerkszeug bekommen, was sie mit den Kindern in der Natur machen können?

00:26:02: Das klingt total schön!

00:26:03: Allein diese vier Begriffe sind wunderschön.

00:26:07: Ja... Also ich fand es auch voll schön, das jetzt auszuarbeiten.

00:26:11: Und es hat mir richtig viel Spaß gemacht, wenn ihr einfach diese Fortbildung so Spaß gemacht habt.

00:26:17: und aber das Hauptaugenmerk ist trotzdem auch erst mal dass die wirklich für sich selbst eine Sicherheit in der Natur bekommen weil Ich kann ihnen viele Sachen geben Aber wenn sie sich selbst nach sicher fühlen Werden Sie das auch nie so gut weitergeben können, dass die Kinder sich sicher fühlten?

00:26:33: Das ist schon ein Schwerpunkt wie Wahrnehmung verschiedene Sachen wie Schnitzen, Silzen.

00:26:43: Was habe ich noch alles drin?

00:26:45: Kräuter wird ein Schwerpunkt sein – die Bäume.

00:26:48: und dass man das quasi spielerisch und entdeckerig irgendwie auch an die Kinder weitergibt.

00:26:54: Und mein Schwerpunkt ist schon, dass sich wirklich das überdiskoriote Teaching, das ist so eine Lehrart aus der Wildnispädagogik, dass es nicht darum geht Wissen zu vermitteln sondern Die Freude daran, die Kinder befähigt einfach sie selbst auf Wissen anzueignen.

00:27:13: Dass man einfach die Neugier weg, dass Sie einfach Lust darauf haben für sich selbst Dinge auch weiter zu beobachten, zu erleben, Fragen zu stellen weil wir einfach doch sehr dazu tendiert sind.

00:27:26: Einfach zum Beispiel wenn mir jetzt ein Kind kommt und sagt oh was ist denn das für eine Frucht da auf dem Boden?

00:27:32: Dann könnte ich sagen ah das ist Eichel, die kommen von der Eiche Und dann ist die Frage beantwortet, aber da ist keine Neugier.

00:27:39: Das Kind hat das gehört und weiß es.

00:27:42: Aber dann könnte ich sagen, da liegt von welchem Baum könnten das sein?

00:27:48: Dann können wir mal die Bäume angucken.

00:27:50: Dadurch beginnt eine viel intensivere Auseinandersetzung auch mit dem was mich umgibt.

00:27:55: Weil ich schaue mir den Baum an.

00:27:57: Ich schau mir oben des Gästern hängen noch weitere Früchte.

00:28:00: wie sehen die Blätter aus?

00:28:01: Wie sieht die Rinde aus?

00:28:03: Vielleicht kann ich ein Tier sehen was diese Frucht nimmt.

00:28:07: Ah ja, da kommt vielleicht der Eichel her oder das Eisjörnchen.

00:28:10: Die habe ich schon in den Baum gesehen und so weiter.

00:28:13: man lernt einfach ganz viele Zusammenhänge zu dieser Eicheln Und darum geht es mir auch ein bisschen dass wir nicht nur Antworten geben sondern dass wir auch wieder die neue Gier einfach fördern und weitergeben.

00:28:26: Es gibt einfach so viel zu entdecken.

00:28:28: uns ist manchmal sehr langweilig immer nur antworten.

00:28:30: gerade in der Zeit wo wir Antworten umso schnell beschaffen können ist es einfach auch dieses Staunen und das braucht vielleicht gar keinen Namen, aber ich weiß was er mit dieser Frucht machen kann.

00:28:44: Und ich weiß für was sie nutzt, für die Tiere, für mich.

00:28:48: genau darum geht's mir so.

00:28:50: Das kam auch sehr gut an also das war wirklich ein sehr schöner Raum.

00:28:54: Also diese Begeisterung und diese Entdeckerfreude gekommen sind wirklich auch selbst.

00:28:58: Ich glaube, dass braucht noch es einfach wenn wir Erwachsenen Wirklich in diese Entdeckerfreude, dann nehmen wir die Kinder einfach mit.

00:29:04: Weil sie haben das ja natürlich in sich drin und ich finde es macht das Arbeiten auch so viel leichter und so schöner gerade in diesem Elementarbereich wo dieses Leistungsmäßige noch nicht so hochgeschrieben ist wie in der Schule.

00:29:22: Ja und es wäre schön wenn es auch bleiben könnte also auch in der Schule.

00:29:26: ein Teil wäre wie lernen stattfindet.

00:29:30: Aber nun ja, meistens passiert es anders.

00:29:34: Ja ich habe jetzt ein Projekt auch gemacht.

00:29:36: also ich biete auch an Schulenprojekte an und da hab' ich mit den Kollegen.

00:29:40: zusammen haben wir einen Schnitzprojekt einer freien Schule.

00:29:43: die haben uns engagiert für vier Donnerstage und wir haben jetzt dort ein Schnitz-Projekt durchgeführt weil sie haben eine Altersstufe von erster bis vierter Klasse Die machen so klassenübergreifenden Unterricht Und manche können aus dem Wald Kindergarten schon sehr gut schnitzen.

00:29:58: Mancher haben noch nie geschnitzt Und die wollten einfach, dass alle auf dem gleichen Stand sind.

00:30:03: Dass sie da eine Sicherheit haben.

00:30:05: Dann haben wir ganz tolle Schnitzprojekte gemacht und es war wirklich toll zu sehen!

00:30:09: Alle waren, sechzehn Schüler waren voller Begeisterung dabei... ...und im Endeffekt haben Sie jetzt einen gleichen Stand.

00:30:16: Klar, die einen können ein bisschen besser schnitzen aber sie haben die Regeln verstanden.. ..und das wird jetzt auch ein Element sein was sie in der Pause anbieten können weil die können die Kinder dann auch schnützen lassen Weil die wissen ganz genau, wie sie damit umzugehen haben.

00:30:30: Sie haben verschiedene Techniken gelernt und haben verschiedene Projekte schon umgesetzt mit uns.

00:30:36: ja und das macht sehr viel Spaß!

00:30:38: Und für die Lehrer ist es auch schön weil natürlich dass auch ein neuer Input ist den sie mit uns bekommen.

00:30:44: Das können die dann abweiter geben Sehr schön.

00:30:49: Du hast mir im Vorfeld in unserem Vorgespräch erzählt, dass du auch etwas geplant hast was jetzt dann im Winter stattfinden wird und zwar ein pädagogisches Reiseprojekt.

00:31:01: Magst du darüber was erzählen?

00:31:04: Genau für mich ist ja die Hauptsaison Frühling Sommerherbst und Winter.

00:31:10: also ich finde es trotzdem schön im Winter raus zu gehen aber die Begeisterung hält sich dann doch mehr einen Grenzen.

00:31:18: Und deswegen habe ich mir gedacht, ich suche mir einfach mal was womit ich im Winter mein Geld verdienen kann.

00:31:24: Damit ich dann nicht so drauf angewiesen bin die wenigen Menschen zu finden, die auch Leidenschaft haben im Witt herauszugehen und hab mich beim Träger beworben und werde jetzt quasi für zwei Monate mit einem Jugendlichen oder einer Jugendlichen – ich weiß noch nicht genau wer November-December unterwegs sein!

00:31:45: Dazu habe ich ein Reisebericht ausgearbeitet, also eine Tour geplant.

00:31:51: Da es noch nicht gleich ist ob wir in Deutschland bleiben oder ins Ausland gehen, habe ich eine Tour in Deutschland geplant am Rhein entlang von Basel aus.

00:32:02: Wenns Wetter standhält würde ich auch gerne vom Rheinfall aus starten bis nach Holland ans Meer.

00:32:11: und wirklich so mit dieser Symbolik.

00:32:14: Der Rhein, der auch so oft versucht wurde in Bahnen zu lenken.

00:32:19: Der aber immer wieder über die Ufer getreten ist und sich nicht so richtig hat formen lassen.

00:32:24: Der Rhein, der jetzt auch Tiefstand hat... Die Schiffe können gerade netten fahren!

00:32:29: Der Rhen, der einfach einen Ursprung hat und der auch ein Ende hat und er einfach seinen Weg geht mit allen Wiedrigkeiten.

00:32:36: Und ich fand diese Symbolik einfach sehr stark.

00:32:39: Wir werden zu Fuß mit dem Zug und mit der Fähre unterwegs sein.

00:32:45: Wir werden durch viele Städte kommen, je nachdem.

00:32:48: es wird sich auch sehr nach dem Jugendlichen gerichtet, dass man einfach guckt was passt?

00:32:52: Was passt nicht?

00:32:54: am Rhein entlang sind sehr viele Naturschutzgebiete wo man dann auch mal im Wald abtauchen kann oder einfach sich ein bisschen aus den Städten rausziehen können.

00:33:03: also es gibt viele Möglichkeiten einfach da sich zu bewegen.

00:33:11: Genau das Winter ist, werden wir wahrscheinlich nicht draußen schlafen.

00:33:15: Für mich wäre das kein Problem aber ich weiß nicht ob ein Jugendlicher sich darauf einlassen würde.

00:33:20: Aber wir sind ja frei und alles kann sich einfach entwickeln Und wir lernen uns da kennen und mal sehen.

00:33:26: sehr.

00:33:27: meine erste Erfahrung Wenn wir ins Ausland gehen dann habe Ich Madeira als Reiseroute geplant weil ich die Insel einfach sehr schön finde sehr abwechslungsreich.

00:33:39: Das ist ja die Insel des ewigen Frühlings.

00:33:41: Das Wetter ist recht konstant, wobei ein Winterklingel auch schon kältere Temperaturen sein und da würden wir uns quasi auf der Insel bewegen und je nachdem auch wandern man Leihwagen und verschiedene Stationen anlaufen, anfahren und uns Herausforderungen aushuchen.

00:34:04: Da gibt es ja auch einen Burt, den man besteigen kann.

00:34:07: Je nach Wetterlage Genau.

00:34:10: Aber wie gesagt, die Reise wird geplant aber sie kann sich individuell doch auch verändern aufgrund des Wetters nach Verfassung des Jugendlichen da wir uns ja noch nicht kennen.

00:34:22: Mal schauen!

00:34:23: Das wird eine sehr abenteuerliche herausfordernde Zeit, aber ich freue mich von Wert drauf

00:34:29: und das ist so gedacht dass du vierundzwanzig Stunden am Tag mit dieser Person die es dann sein wird zusammen müsst?

00:34:36: Genau, vierund zwanzig Stunden Ja Es ist quasi ein Kind, Jugendlicher der einfach eine Zeit braucht um sich neu zu orientieren oder wo ein Hundert Gleis, wo die Reise hingeht.

00:34:50: Oder er gerade keine andere Möglichkeit hat und dadurch einfach mal in den Zeitaland weg ist und sich einfach neu orientieren kann genau.

00:35:02: Da stelle ich mir wirklich großartig.

00:35:04: Ist es gut dass es solche Angebote gibt?

00:35:07: Hast du da einen Überblick wieviel ... Angebote gibt es in Deutschland, die da so parallel laufen?

00:35:13: Also ich habe mal geguckt.

00:35:14: Es gibt sehr viele Anbieter dieses Reiseprojekte anbieten.

00:35:18: Ich glaube auch einfach dass in der Jugendhilfe gerade mehr Bedarf ist als da ist.

00:35:26: Gibt auch viele Projekte wo auch Jugendliche danach dann auch ins Ausland gehen, in Auslandsprojekten weil einfach glaube ich hier alles ziemlich überfüllt ist und nicht wirklich Kapazitäten da sind, wo Kinder oder Jugendliche die gerade in Not sind wirklich noch Platz finden können.

00:35:49: Also ich glaube es ist schon sehr erschöpft einfach.

00:35:54: Ja dann wirst du mit einer Seite unserer Gesellschaft den Kontakt kommen, wo Menschen nicht mit dem System kompatibel sind und das ist ja auch etwas sehr Positives.

00:36:06: aber es stellt das System an seine Grenzen Und ich finde diese Symbolik mit dem Rhein wirklich großartig, dieses Begradigenbäuen.

00:36:14: Wir versuchen ja eben auch Kinder und Jugendliche anpassungsfähig zu machen an Gesellschaften und das zerstört ganz oft zu vielen.

00:36:25: Ja schön wenn du einen Teil dazu beitragen kannst dass da mehr Freiheit und Räume für Entdeckung entstehen können.

00:36:35: Ja, und ich merke.

00:36:35: Ich habe da so meine Vorstellung und ich stell mir das so und so vor.

00:36:39: Und ich werde einfach erst in drei Monaten wissen wie es denn war ob ich mir vielleicht eine Illusion gemacht hab und mal schauen Es werden ja auch viele grössliche Geschichten erzählt und dass sie es auch sehr eskalieren kann.

00:36:53: aber ich ... Wie gesagt, ich habe in der Jugendhilfe auch schon gearbeitet und hat mich das eigentlich auch schon sehr gelegen Dieser herausfordernden Kinder, die waren auch ein Kindergarten.

00:37:05: Die mit denen ich mich gerne auch befasst habe weil ich schon auch das Besondere in ihnen gesehen hab also dieser Kampf der einfach in ihnen stattfindet und die Verzweiflung.

00:37:17: Ja mal schauen!

00:37:18: Ich werd den Träumrunerten fettig schlauer sein

00:37:22: Und dann freue ich mich drauf, hier mit dir zu reden.

00:37:25: Hier gerne Podcasts, dass wir da von dir erfahren wie das war und beide Reisen sind großartig am Rhein entlang oder auf Madeira.

00:37:34: Eigentlich ist es egal.

00:37:36: Richtig ist nur, dass man sich auch den Weg macht gemeinsam.

00:37:41: Ja freut mich.

00:37:42: meine Leidenschaft wirklich für das Leben Ich liebe das Leben so und ich bin eigentlich so ein lebensbejahender Mensch weitergeben und einfach auch eine neue Perspektive eröffnen.

00:37:55: Und das Potenzial, was derjenige mit sich trägt, vielleicht kann er das entdecken und einfach in die Welt bringen?

00:38:01: Mal schauen!

00:38:03: Ja, und vielleicht sind es auch nur ein paar kleine Körnchen – und die sind auch wichtig.

00:38:06: Das

00:38:08: ist auf jeden Fall ein Impuls, was unser Leben bekommt, was er vielleicht nicht mehr vergisst.

00:38:13: Das glaube ich schon.

00:38:14: ja... Ja, bevor wir jetzt so allmählich zum Ende kommen….

00:38:20: Ich mag dich gerne noch mal zum Schluss fragen, was bewegt dich rauszugehen?

00:38:27: Also jetzt auch so an einem ganz normalen Tag du hast schon irgendwie etwas gearbeitet in eurem Wohnprojekt.

00:38:33: Du denkst jetzt will ich aber nochmal raus!

00:38:37: Ist das so?

00:38:38: oder ja... Was gibt dir diesen inneren Wunsch raus zu gehen?

00:38:44: Weil es gibt hier viele Menschen die haben das gar nicht.

00:38:46: Die sitzen einfach auch gern auf der Couch und das ist ja auch okay Aber bei dir scheint es ja da was zu geben.

00:38:52: Was ist das?

00:38:57: Ja, also ich glaube am besten lässt sich das beschreiben.

00:39:00: Ich war lange als Leinerziehend mit meinen vier Kindern und hatte einen sehr vollen und sehr bewegten Tag – mit Arbeit, Haushalt, Schule oder Erziehung.

00:39:11: Und oft wenn's dann abends um zehn fertig war, bin ich oft nochmal bei uns auf den Burgberg gegangen und hab einfach da gesessen.

00:39:19: Hab dem Mond angeschaut die Sterne oder auch im Regen manchmal dargesessen Und es war einfach so ein Moment, das zu mir kommt.

00:39:27: Das finde ich immer wieder... Also wenn ich rausgehe, dass ich mit mir selbst in Kontakt komme.

00:39:34: In meiner Wohnung gibt's einfach so viele Sachen, womit ich mich abgelenken kann oder muss dann Haushalt gemacht werden.

00:39:40: Dann irgendwie noch das auf dem Computer.

00:39:42: jetzt gerade am Anfang der Selbstständigkeit hat man unglaublich viel zu planen und zu tun Am Rechner und ich merke, ich werde auch ziemlich ungeduldig schnell am rechner.

00:39:53: Ich bin auch wirklich so ein Trausmännchen bewegt mich am liebsten draußen Und ich bin dann einfach auch so glücklich.

00:39:59: also ich liebs einfach auch bei Regen Draußen gewesen.

00:40:02: Dann habe ich rote backen und bin da durchgefroren und ich freue mich dann auf wieder zu Hause aber auch an einem Feuer zu sitzen.

00:40:12: Also ist einfach es Einfach so.

00:40:13: ein schönes lebensgefühl also für mich.

00:40:16: Es ist unverzichtbar.

00:40:18: Und das Schönste ist eigentlich wirklich, wenn ich dann auch noch mit anderen Menschen draußen bin.

00:40:24: Es macht dann auch so viel Sinn dieses Leben!

00:40:26: Also ich habe das letzte Mal zu irgendjemand gesagt, da hatte ich mich mit einer unterhalten die ein Jahr lang mit einer Gruppe draußen gelebt hat und dann hatten wir es außer davon dass wenn man so draußen lebt, also wenn ich beim Wochenende draußen lebe mit anderen menschen, dann ist das Leben auch so einfach.

00:40:44: Es geht darum das Feuer am leben zu halten mir Holz zu suchen, das Holz so herzurichten, dass es möglichst wenig qualmt an der Feuerstelle.

00:40:55: Dann gucke ich, dass mein Schlafplatz trocken bleibt.

00:40:58: Also ich sorg sehr gut für meinen Schlaflatz, weil ich will hier abends wenn's mir kalt ist einfach einen trockenen Platz haben zum schlafen.

00:41:05: Ich guck einfach, dass die Menschen um mich herum gut geht, dass sie es mir gut geht und wir eine schöne Gemeinschaft haben.

00:41:10: Jeder trägt auch ein bisschen Verantwortung für den anderen.

00:41:16: Es ist schön, was Gutes Warmes zu essen zu haben und mehr braucht es einfach nicht.

00:41:19: So diese Grundbedürfnisse sind gestillt.

00:41:22: Und sonst rumherum... Also man ist quasi den ganzen Tag damit beschäftigt so das zu leben.

00:41:30: Und dafür zu sorgen dass es einen gut geht.

00:41:32: Das finde ich schon, es hat eine Qualität.

00:41:35: die schafft man einfach im normalen Alltag nicht.

00:41:37: Da gehen wir halt arbeiten, dass wenn sie Sachen kaufen können Wir kaufen uns unser Essen im Supermarkt Wir arbeiten dafür, dass wir uns ein Auto kaufen können.

00:41:46: Dass wir hin und her fahren können.

00:41:48: Also diese Einfachheit spüre ich einfach immer wieder.

00:41:51: Und das lässt mich so zufrieden sein, weil ... Ja, ich komme so mit meinem Mensch in Berührung.

00:42:01: Wir hatten in der Ausbildung, hat jeder von uns einen Tier zugewiesen bekommen.

00:42:05: Zwei Stunden sollten wir dieses Tier im Wald sein.

00:42:10: Ich habe das Reh gezogen und hab gedacht, es ist Reh!

00:42:12: Das ist voll anweilig.

00:42:15: Und dann habe ich mich aber darauf eingelassen auf dieses

00:42:17: Reh

00:42:19: und ich war so glücklich ein Reh zu sein, das Leben war so einfach!

00:42:22: Ich wusste genau was ich zu tun hab... Es wird alles sehr entspannt, wenig stressig also.

00:42:29: und da ich gedacht ja jetzt geht's darum was bedeutet wirklich Menschsein?

00:42:34: Und da bin ich so oft der Suche umfasst es macht mich als Mensch aus.

00:42:40: Was bringt mich auch in diesen entspannten Zustand Und das habe ich wirklich, wenn ich zu draußen bin, habe ich das ganz arg.

00:42:47: Dass ich so in Verbindung bin und es Leben einfach sinnhaft ist!

00:42:55: Also klar, ich lieb's auch in dieser modernen Welt und ich bin Teil dieser Welt und will es überhaupt nicht verflogen.

00:43:00: Ich will net als Ehre mit irgendwo allein im Wald leben oder so... also ich liebe das.

00:43:05: aber ich merke, dass bringt mich immer wieder mit mir selbst auch in Verbindungen und auch mit den anderen.

00:43:09: uns ist so wesentlich.

00:43:12: Ja, das kann ich total nachempfinden.

00:43:14: Das geht mir auch immer so.

00:43:17: Nicht die Gelegenheit habe im Wald zu sein besonders im Wald in der Natur.

00:43:22: Das glaube ich wie beim Campen, ne?

00:43:24: Da sagt man doch auch mal wenn man campen geht, man braucht so wenig Zuhause hat man sein ganzes Haus voll mit irgendwelchen Sachen und wie schön ist es mal mit wenig auszukommen!

00:43:35: Obwohl

00:43:35: es beim Campmeer schon auch, da gibt's ja auch die großen Schiffe, die davor fahren mit den Satellitenschüsseln und allem.

00:43:42: Das wird hier auch ad absurdum getrieben.

00:43:46: Und eben als du erzählt hast habe ich gedacht Ja!

00:43:49: Wenn wir dann uns alles kaufen können Dann buchen wir noch die Selbstfürsorge Dass wir uns die einkaufen können Und die hast du ja auch mit dabei, wenn du draußen in der Natur bist.

00:44:03: Du musst doch keinen Yoga-Kurs buchen oder kein Kadiotraining, weil das heißt du auch ... In der Natur ne?

00:44:08: Also so vieles was wir extra angehen müssen im normalen Leben Das ist, wenn wir uns in der natur aufhalten einfach drinnen.

00:44:21: Das ist beinhaltend!

00:44:22: Ja das war es schön als ich im Wald Kindergarten gearbeitet habe und da hatten wir mal so dieses Den Erziehungsplan vor uns liegen, was wir alles erfüllen müssen.

00:44:31: So eine Erziehung auftragen und wir haben das alles so durchgelesen.

00:44:35: Wir haben gesagt ach cool!

00:44:36: Eigentlich könnten jetzt echt die Kaffee trinken in Erzieher sein weil der Wald deckt alle Bildungsbereiche ab.

00:44:42: also wir brauchen eigentlich gar nichts mehr zu tun.

00:44:44: Alles was wir noch reinbringen ist ein Plus.

00:44:47: Also es ist einfach alles gegeben Und viele haben ja Angst dass ihre Kinder im Waldkindergarten nix lernen schlecht für die Schule vorbereitet sind.

00:44:54: aber es ist gerade das Gegenteil.

00:44:57: Also es ist wirklich, dass das alles abdeckt und die Kinder bekommen sogar noch ein Plus.

00:45:03: Und haben einfach ihr Bewegungsbedürfnis auch ausgelebt und schaffen trotzdem ganz viel still zu sitzen.

00:45:10: Das ist nämlich das Schöne auch, dass sie nämlich auch das genießen und lauschen beobachten Geschichten hören.

00:45:18: Man stellt das immer vor, die rennen alle wie so Ehre durch den Wald.

00:45:20: aber das sind oft die Kinder, die nicht viel sich bewegen dürfen Leben das dann einfach aus und denken, endlich darf ich mal schreien.

00:45:29: Endlich darf ich einmal rennen weil das ja alles verboten ist.

00:45:31: also Ja Das ist sehr faszinierend.

00:45:39: Und du hast jetzt ja wenn ich das richtig verstanden habe vier Kinder im Waldkindergarten gehabt und dann Übergang in die Grundschule.

00:45:46: Das heißt du kannst beurteilen dass deine Kinder in der Grundschulle keine Nachteile hatten dadurch dass sie im Wald Kindergarten waren.

00:45:54: Nee bei meiner Tochter war damals nur Meine Große kam halt in die Schule und sie konnte net so gut malen.

00:46:01: Also hat sie befunden, dass sie nicht so gut mailen kann?

00:46:04: Und dann hab ich gesagt naja deine Freundin war halt im Regelkindergarten und die saß wahrscheinlich die ganze Zeit am Mahltisch und hat viel geübt.

00:46:11: jetzt musst du halt wenn du das willst dann übst du halt jetzt auch aber du hast da dafür Schnitzen gelernt und es kann sich vielleicht net zurückkommen.

00:46:20: So ist es ja ganz unterschiedlich was wir Qualitäten und Stärken zäh haben.

00:46:26: Aber das war quasi, dass sie das ein bisschen bemängelt hat.

00:46:29: Aber

00:46:29: auch wenn Kinder jetzt in einen normalen Kindergarten gehen, dann ist es auch so, die kann besser malen wie ich malen kann?

00:46:35: Also das ist ja ganz genau so.

00:46:39: Und das ist auch dieses Vergleiche, was wir haben mit anderen und irgendwie tun wir's halt, obwohl wir wissen, dass es uns eigentlich nicht gut tut.

00:46:51: Ja!

00:46:52: Liebe Tatjana, wow, das war ein total schönes Gespräch.

00:46:54: Herzlichen Dank

00:46:57: Ja, danke dir auch.

00:46:59: Der war echt sehr schön!

00:47:00: Das ist aber mal schön... das wirklich mal in den Gedanken so durchzuspielen.

00:47:05: Warum mache ich das?

00:47:06: Warum gehe ich eigentlich gerne raus?

00:47:08: Das sind Sachen die für mich selbstverständlich sind und das einfach nochmal sich ins Bewusstsein zu rufen.

00:47:15: Und machst du das jetzt auch wenn du zum Beispiel viel NPC saßst und dass du dann sagst abends geh ich raus?

00:47:22: Jetzt will dich noch ein bisschen Zeit für mich nie teilen wie man es jetzt nennt

00:47:28: Genau.

00:47:29: Wie gesagt, das mache ich dann oft, dass sich abends noch auf den Burgberg gehe und mir die Zeit nehmen.

00:47:34: Aber ich bin so stier, dass ich einen ganzen Tag am Laptop sitze und es fertig mache.

00:47:40: Dann nehme ich mich am nächsten Tag ein ganzes Jahr rein und mache andere Sachen.

00:47:46: Ich gönne mir das einfach ... Weil das ist, merke ich auch, ich darf nicht immer mich verkleckern und jeden Tags ein bisschen, sondern ich nehme mir ganz bewusst Auszeiten.

00:47:56: Dass wenn ich so am ganzen Tag am Laptop war, so zwölf Stunden.

00:48:00: Das will ich am nächsten Tag sagen und jetzt heute mache ich einfach gar nichts.

00:48:05: Also dann gehe ich einfach raus, werke draußen rum oder gehe einfach umwandern.

00:48:10: Und das tut mir dann total gut weil dann habe ich das eine erledigt und für mich ist es ja auch Arbeit.

00:48:16: Wenn ich raus in Natur gehe und die Erfahrung, die ich sammle kann ich hier auch wieder weitergeben.

00:48:20: also von daher sehe ich das nicht als vergeutete Zeit.

00:48:24: Nein, das ist ja eine andere Form von Arbeit.

00:48:27: Das ist auch sehr wertvoll.

00:48:30: aber da hängen wir immer noch in unseren alten Beurteilungsschienen so fest.

00:48:35: Auch wenn du dich ja deutlich daraus gelöst hast.

00:48:38: Aber trotzdem ist das so, dass es eine tiefe Prägung und schön, dass wir das immer mehr loslassen dürfen.

00:48:45: Ja ich bin einfach keine gute Stuhlsitzerin Aber es ist einfach jetzt unerlässlich, ne?

00:48:53: Weil ich muss jetzt das ganze nächste Jahr planen.

00:48:55: Einfach Konzepte raus.

00:48:56: Es muss ja irgendwie auch bekannt werden.

00:48:59: Weil ich hier auf meiner eigenen Sache nicht will ja net nur für andere arbeiten sondern ich will ja auch meine Ideen in die Welt bringen und das bedarke ich dir jetzt einfach.

00:49:06: Und das macht mir auch Freude.

00:49:08: aber ich merke so nach ein paar Stunden... Ich fange dann an nur zu essen!

00:49:11: Das war ein Studium-Ausschuss und ich brauche einfach wieder die Bewegung und diesen Ausgleich.

00:49:17: Das habe ich gemerkt, tut mir dann echt gut.

00:49:19: Ich hab am nächsten Tag gesagt okay kein Computer jetzt bist du einfach nur draußen.

00:49:24: Ja, wenn das funktioniert für andere ist es vielleicht gut einen Tag vier Stunden Computerarbeit und vier Stunden rausgehen muss ja jeder so für sich seinen Weg finden.

00:49:34: was ist praktikabel?

00:49:37: Jaja, das ist ihnen ausprobierend.

00:49:40: Ausprobieren weiß man's.

00:49:41: Sehr

00:49:42: schön!

00:49:43: Ich freue mich drauf in drei Monaten wieder mit dir zu reden.

00:49:47: Dann wünsche ich dir noch einen wunderschönen Tag.

00:49:49: Vielen Dank für das nette Gespräch!

00:49:52: Ja, das war mein Gespräch mit Tatjana und vielleicht hast du auch Lust bekommen mal wieder mit anderen Augen durch die Natur zu gehen?

00:50:01: Vielleicht

00:50:02: magst du bei deinem nächsten Spaziergang

00:50:04: einfach einmal ausprobieren deinen Blick zu weiten und zu schauen was du alles wahrnimmst ohne gezielt danach zu suchen Und vielleicht entdeckst du dabei nicht nur etwas in deiner Umgebung sondern auch etwas über dich selbst.

00:50:22: Ich freue mich, dass du heute dabei warst.

00:50:24: Schön, dass wir ein Stück des Weges gemeinsam gehen!

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