Wasserwandern – mein erstes Mikroabenteuer auf der Lahn
Shownotes
„Warum habe ich das eigentlich nicht schon viel früher gemacht?“
Diese Frage ging mir während meiner ersten Wasserwanderung auf der Lahn immer wieder durch den Kopf.
Die Idee war zunächst ziemlich einfach: Stand-up-Paddle einpacken, zwei Tage auf der Lahn unterwegs sein und eine Nacht im Zelt verbringen.
Die Realität sah natürlich anders aus.
Schon am ersten Tag ändere ich meine Pläne mehrfach. Aus der ursprünglich angedachten längeren Strecke werden schließlich etwa sechs Kilometer – und genau die sind für den Einstieg richtig.
Ich paddle durch ein Vogelschutzgebiet, sehe einen Eisvogel und Reiher, lasse mich zwischendurch einfach treiben und entdecke etwas, das mich besonders begeistert: Vom Wasser aus sieht die vertraute Landschaft plötzlich ganz anders aus.
Am zweiten Tag wartet dann eine neue Erfahrung auf mich. Ich umrunde mein erstes Wehr und bin restlos begeistert. Kurz darauf treibt mich die Strömung allerdings in ein Gebüsch – und plötzlich liege ich samt Paddle im Wasser.
Da heißt es neu entscheiden: Weitermachen wie geplant? Oder anerkennen, dass ich nass und kalt bin und die Tour besser früher beende?
Ich entscheide mich für die Planänderung. Und auch das gehört für mich zum Unterwegssein.
In dieser Episode geht es unter anderem darum,
warum Pläne Orientierung geben dürfen und sich trotzdem verändern können, weshalb sechs Kilometer manchmal genau richtig sind, auch wenn ursprünglich viel mehr geplant war, wie es sich anfühlt, sich auf dem Wasser einfach treiben zu lassen, warum neue Erfahrungen auch gute Vorbereitung brauchen, was ich nach meinem unfreiwilligen Bad beim nächsten Mal anders einpacken werde, wie ich während des Paddelns eine sehr wache und gleichzeitig ruhige Aufmerksamkeit erlebt habe, und wie deutlich ich anschließend den Wechsel zwischen Aktivierung und Erholung in meinem Nervensystem wahrnehmen konnte.
Zwei Tage später spüre ich die Lebendigkeit dieses kleinen Abenteuers immer noch.
Vielleicht macht dir diese Folge Lust, selbst einmal ein Mikroabenteuer zu planen. Das muss keine Wasserwanderung sein und auch nichts Spektakuläres.
Die Frage könnte viel einfacher sein:
Was wäre ein kleines Abenteuer, das gerade zu dir und deinem Leben passt?
Mehr über mich und beWEGt
Mehr über meine Arbeit, meine Angebote und Wanderlust findest du auf maikelenz.de
Fotos und kleine Eindrücke von meiner Wasserwanderung findest du auf Instagram: @maike_lenzscheele
beWEGt – der Podcast für Körper, Nervensystem und die Freude am Unterwegssein.
Schön, dass wir ein Stück des WEGes gemeinsam gehen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Ja, ich hab mein erstes Wehr umrundet.
00:00:03: Das macht so viel Spaß und ich frag mich, warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe!
00:00:08: Hallo und herzlich willkommen bei Bewegt – dem Podcast für Körper-, Nervensystem-und die Freude am Unterweg sein.
00:00:16: Ich bin Maike und mich interessiert wie wir beweglicher sein können im Inneren und im Äußeren.
00:00:23: In dieser Podcast Episode berichte ich dir vor meinem Mikroabenteuer an und auf der Lahn.
00:00:31: Ich nehme dich mit, auf meine erste Bewegtour Wasserwandern.
00:00:36: zum Teil berichte ich direkt von der Tour und zum Teil hinterher von meinem Podcaststudio aus.
00:00:44: Ja und es geht um Pläne machen und wie die sich immer wieder schnell mal ändern dürfen.
00:00:52: Und auch die Erkenntnis zu viel auf einmal ist nicht gut.
00:00:56: Die hatte ich auch früher schon gemacht Aber diesmal habe ich sie hautnah erfahren.
00:01:03: Und ich berichte von meinen Lernerfahrungen, die ich sammeln durfte und mit denen mein nächstes Mikroabenteuer noch schöner werden wird.
00:01:13: Bevor es gleich losgeht mit dem Bericht des ersten Tages, gönne dir noch ein Moment des Inhaltens!
00:01:33: Ja, ich hab heute das erste Mal Wasserwandern gemacht beziehungsweise machen wollen und habe dann ein paar Planänderungen vorgenommen, sodass ich einige Zeit auf dem Wasser verbracht habe mit meinem Sender-Paddl.
00:01:50: Und Marc die erzählen wie das vonstatten ging.
00:01:55: Und zwar hab' ich vor einiger Zeit gehört diesen Begriff Wasservandern und der hat mich irgendwie getriggert.
00:02:02: Er wird wow!
00:02:03: Das ist ja cool, ich wandere ja gerne.
00:02:05: Ich bin gerne unterwegs in diesem Wasser.
00:02:08: Wie könnte ich das denn machen?
00:02:11: Und ich habe vor, ich glaube zehn Jahren oder so mal zwei Jahre lang mit dem Ständer Paddel viel gemacht.
00:02:18: So auf dem Bodensee, den Dolomiten auf dem See aber immer so auf Seen und irgendwie hatte ich das gar nicht auf Flüsse transferiert, obwohl ich weiß, dass andere das tun.
00:02:28: Aber ich hatte das nicht für mich in Betracht gezogen.
00:02:33: Als dieser Begriff jetzt auf einmal auftauchte dachte Das ist was, was ich machen kann.
00:02:38: Auch in Form eines Mikro-Abenteuers mit einer Übernachtung im Zelt.
00:02:42: und dann gucke ich mal auf welchem Fluss das gut geht bei mir in der Nähe.
00:02:47: Ich lebe ja in Darmstadt und ja...ich wollte nicht auf den Rhein oder auf dem Main wo große Berufsschiff hat es Also lieber ein kleiner Fluss und habe mich an den Neckar gedacht.
00:02:59: Und dann hab' ich aber auch um Internet recherchiert.
00:03:01: Die Nahe hab', ich gedacht, die hat vielleicht ein bisschen wenig Wasser zumindest auf einer langen Strecke.
00:03:07: Und bei der Recherche habe ich festgestellt, die Lahn ist also der Fluss in Hessen, auf dem man Wasser wandern kann und da war ich doch sehr erstaunt weil... Die Lahn is mein Heimatfluss!
00:03:23: Und manchmal ist es ja so das Gute liegt so nahe.
00:03:25: Ich komme aus einem Dorf, das liegt etwa fünf Kilometer entfernt von Marburg nördlich davon Und dort macht die Lahn eine Schleife, sodass dieses Dorf ja umrundet wird von der Lahn.
00:03:40: Da gibt es einen Wehr wo ich als Kind auch reingegangen bin und gebadet habe aber gar nicht so oft also diese Lahn als Wasser für mich zu nutzen hatte bis sie überhaupt keine große Bedeutung.
00:03:55: Ich hab irgendwann schon mal mit Freunden eine Tour gemacht bei Runkel an der Lahn, mal so einen Tagesausflug mit dem Kanu.
00:04:04: Ja und das war es aber... Und ja dann habe ich gedacht Mensch, dass ist ja cool!
00:04:09: Ich komme ja von da und kann das kombinieren.
00:04:12: Ich kann meine Mutter im Altenheim besuchen und ich kann dann von Marburg aus auf die Lahn Wasser wandern.
00:04:21: Ich hatte auch im Sommer tatsächlich wieder angefangen mit dem Ständer-Puddle.
00:04:26: Da waren wir in Malente In der holsteinischen Schweiz und dort bin ich auf der Schwendine, was ein größerer Bachminifluss ist.
00:04:37: Und auf dem Kellersee gepallelt.
00:04:40: Das hat mir total viel Spaß gemacht!
00:04:42: Da habe ich wieder gemerkt es mag ich schon sehr gerne dieses Stehen auf diesem wackeligen Element.
00:04:48: Was sich so toll finde ist einfach vom Wasser aus auf das Land zu schauen.
00:04:56: Da hängen die Bäume soweit rüber und die Welt sieht einfach völlig anders aus.
00:04:59: mit diesem Klick vom Wasser aufs Land.
00:05:03: Und ich habe auch mal mit meiner Mutter gemeinsam, das sind bald zehn Jahre her haben wir eine Donau Schiff hat gemacht also einem kleinen Schiff von Passau nach Budapest und da hab' ich auch ewig lang einfach nur am Fenster gesessen und raus geschaut und fand es so wunderschön.
00:05:21: Ja dann habe ich also weiter recherchiert Wie kann das denn wirklich aussehen?
00:05:27: Ich habe heute und morgen dafür Zeit,
00:05:31: d.h.,
00:05:31: eine Übernachtung.
00:05:33: Und dann war meine erste Annahme ich fahre in Marburg los In der Nähe von dem Schwimmbad Von der Jugendherberge.
00:05:41: da kenne ich mich ja aus Da kam man auf jeden Fall rein in die Lahn.
00:05:45: Und von da bis nach Gießen hab' ich so gedacht So am ersten Tag direkt sind dreißig Kilometer jetzt so Fahrtstrecke.
00:05:55: Und dann habe ich aber noch mich ein bisschen schlauer gemacht und gemerkt, ach das ist vielleicht doch ein bisschen viel so am Anfang wenn man da gar nicht routiniert ist.
00:06:04: Dann hab' ich festgestellt dass ein Teil dieser Strecke nämlich von Rot nach Odenhausen in etwa sind das, glaubt, sechzehn oder achtzehn Kilometer ist es einen Vogelschutzgebiet.
00:06:20: Das heißt, da darf man nicht aussteigen an Landen in irgendeiner Form.
00:06:25: Damit die Vögel da ihre Ruhe haben und das will ich natürlich respektieren.
00:06:31: aber genau dort wäre die Einstiegsstelle gewesen heute.
00:06:34: Also ja mein Tag heute!
00:06:36: Ich bin zuerst zu meiner Mutter gefahren habe sie besucht und war dort eine Stunde etwa und hab ihr gesagt ich gehe jetzt paddeln und morgen komme ich dich wieder besogen.
00:06:50: Und dann hat sie ihn auch so gesagt, ja ohne Katze aber nicht ertrinken.
00:06:54: Dann habe ich gesagt naja also in der Lande ertringen da muss man schon ist schon sehr schwierig und Ich kann ja schwimmen!
00:07:00: Also die ist ja nicht tief.
00:07:02: Dessen also ich konnte jetzt fast immer nach unten runter gucken.
00:07:06: Ich hab mal mit dem Paddel an einer Stelle unten so was Weiches berührt und nicht direkt den Boden Aber das sind so zwei Meter Wassertiefe vielleicht?
00:07:19: Für mich jetzt super safe gewesen, mich hier auszuprobieren.
00:07:23: Also ich bin erst heute Morgen in Kölbe gewesen und dann hab' ich gedacht Jetzt fahre ich nach Marburg Dann blase ich das Stand-Up-Pattel auf Und dann geht's los.
00:07:37: Aber zum einen habe ich gemerkt dass diese Stelle dort nicht so schön ist Dass sich mein Camper dort stehen lassen möchte.
00:07:45: Es war unheimlich laut und irgendwie habe ich mich nicht wohl gefühlt Und das Wasser war sehr, sehr niedrig.
00:07:51: Das ist ja insgesamt in diesem Jahr so nach dieser großen Hitzeperiode dass die Flüsse wenig Wasser haben.
00:07:58: also habe ich schon gemerkt und das ist dort nicht so günstig.
00:08:03: Dann bin ich weitergefahren nach Rot.
00:08:06: Das waren so zehn Minuten mit dem Auto zu fahren Richtung Gießen also in die Fließrichtung und dort ist eben die erste offizielle Einstiegsstelle überhaupt mit Kanus.
00:08:22: Und so auch dann eben für ein Ständerpaddel.
00:08:25: Naja, und da hab ich gesehen, hier ist noch nicht richtig viel Wasser und das wäre die Stelle gewesen von wo aus ich in dieses Vorgeschutzgebiet gefahren wäre und dann hätte ich eben sechszehn Kilometer nicht rausgedurft.
00:08:42: und dafür dass ich das noch nie gemacht habe fühlte sich das irgendwie überhaupt nicht gut an.
00:08:48: Also einfach diese Einschränkung, ich kann da nicht raus!
00:08:51: Natürlich wenn es einen totalen Notfall gibt, kann man das natürlich machen.
00:08:55: aber da habe ich gemerkt dass hemmt mich.
00:08:59: und dann hab' ich nochmal ein Stück weitergeguckt Richtung Gießen und da gibts den ersten Campingplatz wo ich auch überlegt hatte zu übernachten eigentlich ja mit dem Zelt weil ich wollte ja zwei Etappen hintereinander machen Und bin dann dorthin gefahren.
00:09:15: Das ist in Ruttershausen und dort gibt es einen ganz einfachen Campingplatz, das coole Ist man schaut direkt auf die Lahn.
00:09:23: Es ist wirklich schön ruhig und hat eine gute Einstiegsstelle!
00:09:29: Dann war ich hier und habe beschlossen dass ist der richtige Platz um zu starten also der dritte dann und dann hab' ich als erstes das Ständerpaddel mal aufgeblasen.
00:09:42: Das ist ja schon eine ziemliche Kraftanstrengung.
00:09:45: Es war auch nach dem ersten Testen noch nicht genug, ich musste dann nochmal nach pumpen und dann habe ich mir so jetzt habe ich erstmal richtig Hunger, dann hab' ich mir was zu essen gekocht und dann ging es los!
00:09:58: Dann bin ich praktisch zurück gegen die Fließrichtung in dieses Vogelgeschutzgebiet hinein gepaddelt und das war unheimlich schön.
00:10:09: Zuerst habe ich noch Zug und Straße gehört, aber als ich dann richtig drin war in dem Vogelschutzgebiet.
00:10:16: Da war das einfach nur noch schön ganz ruhig ab und zu mal Vogelgeräusche.
00:10:22: Ich hab sogar ein Eisvogel gesehen der hat so geleuchtet den konnte ich gar nicht übersehen.
00:10:28: viele Reier die losgeflogen sind Enten ganze Entenfamilien die sich auch gar nicht an mir gestört haben Paddel macht man ja auch wirklich nicht viel Geräusch.
00:10:41: Auf dem Paddlbord habe ich gesessen und gestanden, aber immer wieder auch längere Zeit gesessen oder mich nur treiben lassen und geschaut.
00:10:50: Und wenn dann auf die Bäume sich so im Wasserspiegeln diese ganz alten mächtigen Bäume... Ach das ist so schön!
00:10:59: Und der Himmel war grandios blau.
00:11:02: also es ist wirklich ein wundervoller Takt dafür gewesen Von der Temperatur her für mich auch optimal.
00:11:08: Neunzehn, zwanzig Grad!
00:11:10: Das ist genau das Richtige für mich.
00:11:13: Ja jetzt bin ich zurückgekommen zu diesem Campingplatz habe da meinen Camper geparkt und werde hier einen gemütlichen Abend verbringen Und für morgen hab' ich dann von hier aus die Richtung nach Gießen geplant.
00:11:33: Da werde ich das erste Mal dann auch Wehre haben.
00:11:38: Ein Wehr ist wohl so, dass ich da raus muss und es drum herum trage das Board Und die anderen drei, wenn ich mich jetzt recht erinnere Die sind mit irgendwelchen Gassen wo ich auch durchkomme.
00:11:51: Da bin ich jetzt schon ein bisschen gespannt wie das wohl wird Weil mit Wehren hatte ich es heute noch nicht zu tun.
00:11:57: Da habe ich auch darauf geachtet, dass sich jetzt nicht heute auch gleich noch einen Wehr als Herausforderung habe.
00:12:04: Ja, und ich habe ungefähr sechs Kilometer heute gemacht.
00:12:07: Und das war auch völlig genug für einen Einstieg und den Anfang.
00:12:12: Ich merke dass das lange Stehen schon anstrengend ist... ...und auch im linken Arm spüre ich eine Anstrengung.
00:12:21: also diese sechs Kilometern waren genau richtig für heute!
00:12:26: Und morgen sind es laut Internet etwa acht bis neun Kilometer.
00:12:32: Ich bin gespannt, wie das wird.
00:12:48: Ja mein zweiter Tag auf dem Wasserverlief auch wieder ganz anders, als ich es eigentlich geplant hatte.
00:12:55: Mein Plan war in Rotershausen wo ich auf dem Campingplatz übernachtet hatte los zu paddeln bis nach Gießen, Gießen-Stadtwerke und dort auszusteigen zum Bahnhof zu laufen also erst mal das seiner Paddel zusammen so machen und dann das im Rucksack zu verwahren, zum Bahnhof zu laufen.
00:13:19: Und dann zurück nach Odenhausen und von dort, zwanzig Minuten halbe Stunde Fußweg mit dem Paddel auf dem Rücken wieder zum Campingplatz.
00:13:31: Und eben die Paddelsstrecke waren so acht neun Kilometer.
00:13:38: Ich bin um zwanzich vor zehn aufgebrochen und hatte alles gut geplant, hatte mir auch trockene Sachen eingepackt.
00:13:50: Auch Schuhe eingepackt weil die Füße ja als erstes mal nass werden.
00:13:55: also ich war sofort wieder verzückt vom auf dem Wasser sein.
00:14:00: da geht sofort ein Blächeln auf mein Gesicht und ich bin ja bin bintürklich kann nicht gar nicht anders sagen.
00:14:11: und ich habe heute ganz andere Erfahrungen auch gemacht wie gestern und zwar, dass ich das Wasser beobachten kann.
00:14:20: Wie die Oberfläche ist und wo es wie tief ist und dass man das wirklich gut erkennen kann.
00:14:27: Dadurch konnte ich mich immer in die Teile bewegen, wo mehr Wasser war weil insgesamt ist schon ein Thema mit dem Niedrigwasser auf diesen Streckenabschnitt Und hab mich dann ein paar mal wirklich treiben lassen können überhaupt nicht gepaddelt, nur so ein bisschen Richtung angegeben.
00:14:47: Und die Strömung hat mich nach vorne getrieben und das war total schön loszulassen – nichts zu tun!
00:14:56: Das Wasser bewegt mich.
00:14:58: Ich habe wieder Tiere beobachtet, Enten und Reier.
00:15:03: Einmal habe ich sogar eine Reihe per Video aufgenommen.
00:15:08: Das habe ich mehrfach versucht und einmal hat es tatsächlich geklappt Und ich habe mir unheimlich viel Zeit gelassen, auch ich hab ja den ganzen Vormittag bis zum frühen Nachmittagzeit.
00:15:19: Das ist ja alles gut!
00:15:21: Ja und dann habe ich ein Wehr hinter mich gebracht mit so einer Dreidelsstrecke.
00:15:28: das war auch super.
00:15:31: Ich habe mein erstes Wehr umrundet.
00:15:34: Das macht so viel Spaß und ich frage mich, warum ich das nicht schon viel früher gemacht habe.
00:15:41: Es gibt so eine Ruhe, so ne Verbundenheit mit der Natur und es ist gleich um die Ecke.
00:15:46: Also ja ich werde das öfter tun Und dann bin ich wieder drauf.
00:15:53: Ich habe einmal eine Pause gemacht zehn Minuten Das war auch schön.
00:15:58: Ich hab Pferde beobachtet Ja also alles alle super!
00:16:03: Und dann Bin ich auch mutiger geworden Mit der Videokamera Hab eben mehr Aufnahmen gemacht oder auch mit dem Handy Fotos aufgenommen, das hatte ich gestern überhaupt noch nicht gemacht.
00:16:15: Und plötzlich wurde das Wasser aber ein bisschen tiefer und hatte Strömung und dann bin ich auf die Seite abgetrieben... ...und dort war so'n Gebüsch!
00:16:26: Und auf einmal merke ich baue, ich habe mich früh genug reagiert.
00:16:30: Ich komme in die Büsche rein und dann, ich war nicht im Stehen sondern ich hab gekniet Und dann habe ich mich da abgedrückt von den Sträuchern.
00:16:42: Dann fahre ich plötzlich unter Wasser, wie es genau passiert ist keine Ahnung aber ja... Da ist ja nicht viel auf so einem Stand-up-Pattel, da haut's einfach rum!
00:16:54: Auch das Pattle lag über Kopf und ich stand bis zur Brust im Wasser.
00:17:01: Ich bin erst mal erschrocken war aber jetzt nicht weiter schlimm.
00:17:05: Ich konnte ja stehen, es war auch schon ziemlich kalt als Wasser.
00:17:10: und dann bin ich ein bisschen an Rand hab das Stand-up Padl rumgedreht habe geguckt dass mein Taschen also der Rucksack für das Stand up Paddel und auch meine Tasche in dem meine trockenen Sachen drin waren dass alles noch da war.
00:17:26: und das habe ich dann wieder gut befestigt, an Rand gezogen.
00:17:31: und ja bin wieder aufgestiegen und weiter weil da war auch überhaupt nichts wo ich jetzt rausgekommen hätte.
00:17:37: Der Rand war dicht bewaldet und dann bin ich weiter gepaddelt und hab gedacht hmmm was mache ich jetzt?
00:17:45: Weil ich war wirklich bis auf die Haut nass Die Haare alles, alles war nass.
00:17:52: Und dann habe ich überlegt in meinem Beutel war ich ein bisschen naiv ein Outdoor-Kleid eingepackt.
00:17:59: Das hat gestern super funktioniert und ich bin davon ausgegangen, dass sich das T-Shirt und die Jacke, die ich anhatte auch dann noch drüberziehen kann.
00:18:09: Und dann kam auch noch Regen dazu.
00:18:12: also jetzt nicht Starkregen aber so beginnender Regen.
00:18:17: Und da habe ich gedacht, das ist jetzt eigentlich keine kluge Idee bis nach Gießen weiter zu paddeln weil es ist noch ein ganzes Stück Das wird noch zwei Stunden dauern, bis ich in Gießen am Bahnhof bin.
00:18:33: Und dann habe ich beschlossen, nee, ich muss einen anderen Weg finden, da würde ich mir sicherlich eine Erkältung einhandeln.
00:18:40: und dann hab' ich weitergepaddelt und hab Ausschau gehalten wo ich raus kann und dann habe einfach total Glück gehabt dass da ne Ausstiegsstelle war und die war auch direkt an einem Campingplatz.
00:18:53: Da habe ich echt mega Glück gehabt.
00:18:55: Ich hab das Sender Paddel rausgeholt, ich habe mich dann ein bisschen orientiert wo bin ich hier eigentlich?
00:19:01: und dann ja da habe ich meinen Rettungsanker geworfen kann man sagen.
00:19:06: Ich habe nämlich gesehen dass der Ort wo mein Bruder wohnt nicht weit entfernt ist und ich habe ihn angerufen und habe gefragt ob er mich retten kann und dann hat er gesagt klar machte die hatte Zeit Die Luft rausgelassen, habe das eingepackt.
00:19:26: Und das Tolle war auch noch.
00:19:27: auf diesem Campingplatz konnte ich tatsächlich kurz heiß duschen!
00:19:32: Da war eine offene Toilette, eine öffentliche Dusche.
00:19:35: also es war wirklich sehr gut Ich hatte ja einen Handdruck dabei und eben was Trockenes zum anziehen.
00:19:42: die trocknen Schuhe hat schon mal sehr gut getan.
00:19:45: Dann bin ich zum Ausgang gelaufen und dort habe ich keine fünf Minuten gewartet.
00:19:51: dann kam mein Bruder mit dem Auto.
00:19:54: Ja, ich bin eingestiegen und er hat mich dann zu dem Campingplatz zurückgebracht wo ja mein Camper stand.
00:20:00: Und in dem sitze ich jetzt auch... Ich merke ich muss schon ein paar mal husten.
00:20:03: also so ganz unbelastet war es jetzt doch nicht.
00:20:06: aber ich denke ich habe noch früh genug die Reißleine gezogen und werde den Tag ja früher mit Abenteuer beenden, aber nicht dass du.
00:20:18: trotz war es ein wundervolles Abenteurer.
00:20:21: Allein diese ganze Logistik sich zu überlegen wie mache ich das von wo nach wo?
00:20:27: Wie komme ich dann wieder zurück und dann den Plan ändern wenn die Dinge sich ändern?
00:20:32: Das ist schon ein großartiges Abenteur.
00:20:36: Ich habe eben als ich hier ankam ganz viel Adrenalin in mir gespürt Und hab jetzt aber erst mal was gegessen mehr.
00:20:43: jetzt komme ich runter Ich werde wieder etwas ruhiger.
00:20:48: Und ja, ich bin glücklich!
00:20:50: Ich strahle immer noch übers ganze Gesicht und bin total happy, dass sich das gemacht habe.
00:20:56: Und ich hab viel Lernerfahrung gesammelt.
00:20:58: Ich werde auf jeden Fall das nächste Mal meine Tasche anders packen, dass da also eine komplette Ausrüstung trockene Klamotten drin ist.
00:21:07: Weil dann hätte ich nämlich an dem Campingplatz duschen können mich komplett trocken neu anziehen und ein weiterpatteln.
00:21:16: Aber soweit hatte ich noch gar nicht gedacht.
00:21:18: Also das sind meine ersten Erfahrungen mit dem Wasserwandern, da habe ich heute viel gelernt und ich will das auf jeden Fall wieder machen und dann werde ich mehr wissen und was Neues lernen dürfen!
00:21:31: Ja und jetzt nutze ich die Gelegenheit früher zurückzufahren zu dem Ort wo meine Mutter lebt und werde sie nochmal besuchen und ein paar Dinge erledigen.
00:21:44: Alles gut.
00:21:45: Ich bin dankbar für diese Zeit, die ich auf der Lahn
00:21:48: hatte.".
00:21:51: Nun wo ich diese Episode zusammengestellt habe ist es zwei Tage später und ich bin immer noch total begeistert davon dass ich das gemacht habe.
00:22:02: Ich kann immer noch diese Lebendigkeit spüren, die mich auf dem Wasser hatte.
00:22:05: Das wirkt nach und es erfordert so eine ruhige und auch wachsame Aufmerksamkeit weil sich ständig was ändert.
00:22:16: Und da ist alles andere, was einen sonst im Kopf vielleicht beschäftigt in dem Leben.
00:22:21: es ist plötzlich nicht mehr wichtig.
00:22:23: Es geht einfach nur um diesen Moment ihm jetzt zu sein und mit dem Wasser gemeinsam ein Weg zu finden.
00:22:31: Was ich auch sehr interessant fand ist das hinterher sowohl nach dem ersten als auch nach den zweiten Tag Ich jeweils ein absolutes Adrenalin hoch hatte also nicht so so unruhig, aber ja da war sehr viel in mir angesprungen.
00:22:50: Diese hohe Wachsamkeit die da war und es brauchte dann immer so eine halbe Stunde bis stunde bis ich gemerkt habe so jetzt bin ich wieder runtergekommen im nach hinein finde ist auch so spannend dass sich beobachten konnte wie mein Nervensystem mitgeht während des Paddelns und mit dieser wachsamen Aufmerksamkeit der Sympathikus wirklich seinen besten Dienste leistet.
00:23:26: Und danach, der Parasympathicus wieder aktiver wird rohe Print unter hohe Einforderheit!
00:23:37: Und ich konnte das sehr gut spüren.
00:23:39: dafür bin ich dankbar auch wenn mir das tatsächlich erst so im Nachhinein ganz bewusst geworden ist.
00:23:45: ja also auf vielen Ebenen habe ich großartige Erfahrungen sammeln dürfen.
00:23:50: Wie schon berichtet habe, habe ich dann auch einige Fotos und Videos aufgenommen.
00:23:55: da werde ich auf Instagram was veröffentlichen.
00:23:58: vielleicht mache ich in real von den Fotos mal sehen.
00:24:01: schau da einfach mal rein in die nächsten Tagen und genieße dann auch den optischen Eindruck.
00:24:09: ja herzlichen dank dass du dabei warst.
00:24:11: schön das du mitgekommen bist.
00:24:16: Vielleicht inspiriere ich das hier auch, ein Mikroabenteuer zu planen für dich.
00:24:22: Und es muss überhaupt nicht auf dem Wasser sein!
00:24:24: Das kann irgendwo und irgendwie sein so dass es zu dir im jetzigen Moment passt.
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